3. Runde erste Mannschaft

Am 18.11. hatte die erste Mannschaft in der dritten Runde in Moers anzutreten. Mit einem hartumkämpften Punkt ist sie zurück gekehrt.

Wenn man bedenkt, dass wir zwischenzeitlich 1-3 bzw. 2-4 zurück lagen und dabei ein paar vielversprechende Stellungen in den Sand gesetzt hatten, können wir uns über das Unentschieden sicherlich nicht beschweren.

Aber der Reihe nach:
Am Spitzenbrett neutralisierten sich Helmut Busse und  Gegner, sodass es folgerichtig recht schnell zum Friedensschluß kam.
0,5 - 0,5

Der erste Nackenschlag !
Jonas Egel an Brett 6 attackierte seinen Gegner bereits nach der Eröffnung mit aggressiver Spielweise und zertrümmerte dabei unter anderem auch die gegnerische Rochadestellung, fing sich anschließend allerdings einen vernichtenden Konter ein.
0,5 - 1,5

Robert Jenusch am 8. Brett hatte es mit dem Moerser "Edeljoker" zu tun , der immerhin eine DWZ Zahl von über 2000 aufweisen konnte. Da wir trotz des Rückstandes an mindestens zwei Brettern vorteilhaft standen, war das Remis zu diesem Zeitpunkt durchaus gerechtfertigt.
1 - 2

Das tat richtig weh, denn die Partie von Stefan Hakenberg am 7. Brett war wegen der Vorteile eigentlich als Punkt
für uns eingerechnet.....
1 - 3
 
Brett 3 mit Georgios Vranidis hatte nach der Eröffnung einen leichten Stellungsvorteil den er lange Zeit halten konnte, doch dann gab es im Turmendspiel nach über 50 Zügen kein Durchkommen mehr.
1,5 - 3,5
 

In der Brett-5-Partie von Peter Martino Groß ging es sehr wechselhaft zu. Nachdem Peter zwischenzeitlich mit einer Minusqualität spielen musste, konnte er in der Folgezeit starkes Gegenspiel kreieren und seinen Gegner ins Wanken bringen.

Es reichte am Ende jedoch nur zu einem weiteren Remis.
2 - 4

Auch Dirk Pohle am 2. Brett spielte ein zweischneidiges Turmendspiel das lange Zeit ebenfalls "remislich" ausshah, dass er am Ende dann aber doch nach einer Unachtsamkeit seines Gegners gewinnen konnte !
3 - 4
 
Doch noch ein kleines Happy End zum Schluss. Die Partie von Markus Mrochen (Brett 4) stand die meiste Zeit
über eher kritisch für uns, aber am Ende hatte Markus den längeren Atem und besiegte seinen Gegner sehenswert !
4 - 4

Die nächste Runde findet am 09.12.2018 statt, dann haben wir die zweite Mannschaft des Ratinger SK zu Gast

Zweite Runde der ersten Mannschaft

Unsere erste Mannschaft hatte vergangenen Sonntag, am 14.10.2018, in der neuen Saison Heimpremiere. Zu Gast in der zweiten Runde in der Verbandsliga Gruppe 1 waren die Schachfreunde vom Düsseldorfer SV. Die Oberkasseler haben nach dem PSV Duisburg den zweitbesten DWZ-Schnitt in unserer Gruppe (nämlich 1968) und damit rd. 60 Punkte mehr als wir. Aber sowohl der DSV noch wir starteten
in der nominellen Bestbesetzung. Wir mussten auf den erkrankten Peter Martino-Groß verzichten, hatten aber mit Marcel Düxmann einen starken Ersatz!
 
Vorab das Ergebnis: 4:4
 
11:10 Uhr
Georgios Vranidis erhält von seinem Gegner ein Remisangebot. Manchmal sollte man den Gegner nicht mit einer Ablehnung reizen, das könnte nach hinten losgehen. Daher korrektes

Remis.

11:35 Uhr
Jonas Egel nutzt eine graduelle Ungenauigkeit seines Gegner sehenswert aus und zaubert später ein fulminates Schlussfinale.
1-0

11:59 Uhr
Stefan Hakenberg muss seine Partie leider aufgeben. Eine originelle Fesselungsidee scheiterte leider an einen profanen, aber doch schwer im voraus zu sehenden, Zwischenzug. Das war Pech.
0-1

13:00 Uhr
Auch Markus Mrochen muss seine Partie aufgeben. Sein Gegner, der nach DWZ stärkste DSVer, legte die Partie sehr dynamisch an. Schwierig, sich mit Schwarz gegen die Barry Attac zu verteidigen.
0-1

14:10 Uhr
Stefan Speck verliert auch. Eigentlich machte er sich keine Sorgen, die Eröffnung lief gut. Sein Gegner mit DWZ 1957 aber Elo 2318 spielte eine originelle Eröffnungsidee, wodurch eine Französische Verteidigung zu einer Skandinavischen Verteidigung wurde (ja, das geht!).
Auch wenn in der Partie von ihm noch abwertend gedacht, stellte er in der heimischen Analyse fest, dass dies auch schon Supergroßmeister wie Nakamura oder der super-solide deutsche Nationalspieler Georg Meier gespielt haben. Heterogene Rochaden, Angriff wie beim Barry Attac, eigentlich alles gut. Aber man sollte wissen, wann man in den Remishafen einkehren sollte...
0-1

Irgendwann später, Marcel Düxmann sehr konzentriert, sehr saubere Partie. Die Kumulation kleiner Vorteile unter Ausschaltung von Gegenspiel.
1-0

Irgendwann noch später ...
gegen den strategisch-soliden Tilman Schülke ist es schwer zu gewinnen, zumal mit Schwarz (wie Dirk Pohle hier in dieser Partie).

Dirk hat ein ausgesprochenes Remisangebot abgelehnt und ist zweimal Zugwiederholung ausgewichen, aber Tilman hat sich fortgesetzt optimal verteidigt. An einer taktischen Möglichkeit mit dem Gewinn eines Zentralbauerns ging er zum Glück für uns vorbei (Zeitnot).        
Remis

Zum Schluss....
gewann Helmut Busse seine Partie mit Schwarz an Brett 1. Helmut neutralisierte sehr schnell das von Weiß gewählte Londoner System. Es sah lange Zeit recht remislich aus (zumal bei ungleichfarbigen Läufern), bis, ja bis Weiß einen Bauern nicht mit Schachgebot nahm,
den er besser hätte nehmen sollen. Danach liefen Helmuts Bauern unaufhaltsam auf die Grundreihe zu...
1-0
 
4:4, ein Ergebnis, das voll in Ordnung geht. Unser erster Punkt in der neuen Saison!

Erste Runde der ersten Mannschaft

Am letzten Sonntag, dem 30.10.2018, startete - nach dem erfolgreichen Start der "Zwoten" - auch unsere erste Mannschaft in die neue Saison. Der Plan und das Soll: Die Saison soll sportlich erfolgreich verlaufen, so erfolgreich, dass wir oben mitmischen können.

Das Ist: Temporäre Bruchlandung!

Es begann damit, dass nur zwei von drei Autos ins Ziel gelangten. Jonas Egel (mit Beifahrer Markus Mrochen) blieb mit seinem Auto mit Steuer-Ketten-Schaden auf halben Weg liegen. Dank Pannenservice und Leihwagen schafften die zwei es im Laufe des Tages wieder zurück nach Solingen - aber natürlich Riesenaufwand für
Jonas, der sein Auto in einer Werkstatt in Oberhausen zurücklassen musste.    

Zwei kampflose Partien können wir in der Verbandsliga nicht kompensieren, auch nicht bei den Schachfüchsen in Kempen.

Chronologisch:
11:00 Uhr   0,0:1,0 kampflos Jonas
11:00 Uhr   0,0:2,0 kampflos Markus

11:50 Uhr   0,5:2,5 Helmut Busse
Helmut spielte gegen die Pirc-Ufimzew-Verteidigung (B07), konnte aber nichts aus der Eröffnung herausholen. In der Endstellung steht Schwarz harmonischer und hat bequemeres Spiel. Das Remis - zwar zu einem frühen Zeitpunkt - geht stellungsgemäß voll in Ordnung.

12:30 Uhr   1,0:3,0 Peter Martino-Groß
Die neue Mode, das Londoner System, wird gegen alle Lebenslagen - slso auch gegen Peters Grünfeld - aufs Brett gebracht (Damenbauernspiel D02). Warum Computer-Programme (Fritz, Stockfish und Komodo) die Endstellung alle mit 0.00 bewerten, ist mir persönlich unklar, die angegebenen Varianten sind ellenlang. Aber da auch Peter
und sein Gegener meinen, die Stellung ist ausgeglichen...Remis.

12:38 Uhr  2,0:3,0 Dirk Pohle
Wiener Partie (C29), des Gegners Dame gerät am Damenflügel ins Abseits, Dirk entwickelt einen starken Angriff am Königsflügel in dessen Abschluss Schwarz eine Figur verliert. Das Endspiel hätte der Gegner noch mal etwas spannender machen können, aber erstens hat er das nicht und zweitens hätte ihm das letztlich auch nichts genutzt.

12:40 Uhr  2,5:3,5 Stefan Hakenberg
Auch Stefan musste gegen das Londoner System (Damenbauernspiel D02) anspielen, was er aber sehr dynamisch anging, Sein Gegner stand dem aktiven Spiel nicht nach und auch hier kam - wie bei Peters Partie auch - g4 aufs Brett mit dem König in der Mitte. Für Außenstehende erwies sich die Stellung mit zeitgleich mehreren hängenden Türmen doch als sehr unübersichtlich. Stefan und sein Gegner wussten aber, was sie taten und so endete die muntere Partie in ein ungleichfarbiges Läuferendspiel...remis.

14:00 Uhr  2,5:4,5 Georgios Vranidis
Jorgo musste mit Schwarz gegen seinen eigenen Lieblingsaufbau im Sizilianer spielen, gegen das geschlossene System (B23). Ja, gegen den geschlossenen Sizilianer zu spielen - gegen den Grand-Prix-Attac gar - ist hart. Man muss immer aufpassen, dass einem nicht die eigene Königsstellung um die Ohren fliegt. Auch hier bekam Weiß
einen starken Angriff, der ihm letztlich - mit ein wenig Stellungsglück hierbei - ein paar Mehrbauern einbrachte.

14:30 Uhr 2,5:4,5 Stefan Speck
Hin und her, hin und her, mal stand Stefans Gegner besser, mal wieder Stefan, dann wieder andersrum.
Dann wäre es tatsächlich doch noch remis gewesen (durch Dauerschach von Weiß, ansonsten Matt von Schwarz
oder Turmgewinn). Wäre die Partie nicht verloren gegangen, dann hätten wir einen halben Punkt mehr gehabt.
Hätte uns aber auch nichts mehr genützt...Eröffnung: Altindisch A53.

Der nächste Mannschaftskampf in der Verbandsliga ist am 14.10.2018 um 10:00 Uhr bei uns.
Gegner im Gerhard-Berting-Heim wird dann der Düsseldorfer SV 1 sein.

Erfolgreiche 4er Pokal Runden

Nachdem sich unser Verein für die NRW-Vierer- Pokalmeisterschaften qualifiziert hatte,
standen an diesem Wochenende die Vorrundenbegegnungen auf dem Programm.

Dabei gelang es am Samstag unserem Team sich mit 2-2 bei besserer Berliner Wertung gegen
das höherklassigere Team von Kölner SK Dr. Lasker durchzusetzen.

Hier legte Dirk Pohle mit einem Sieg am Spitzenbrett den Grundstein für das Weiterkommen,
während Stefan Speck und Marcel Düxmann jeweils remisierten und nur Markus Mrochen
am dritten Brett unterlag.

Am heutigen Sonntag folgte dann die nächste Begegnung gegen das NRW-Klassen Team SG Ennepe-Ruhr Süd und auch hier gelang es unserem Team sich sensationell mit 2-2 bei erneut besserer
Berliner Wertung zu behaupten.

Matchwinner war diesmal Markus Mrochen, der am dritten Brett, eines der starken Nachwuchstalente
unserer Gäste besiegen konnte, während Dirk Pohle und Stefan Speck an den vorderen Brettern
ihre Gegner erfolgreich in Schach halten konnten und nur Peter Martino Groß am vierten Brett das Nachsehen hatte.

Damit ist unser Team nun zum ersten Mal in seiner Vereinshistorie unter den besten 16 Teams in ganz NRW und hat Ende Mai das nächste reizvolle KO Spiel vor der Brust !

Erste Mannschaft, Runde 9

Im letzten Mannschaftskampf der Verbandsliga musste sich unsere 1. Mannschaft heute mit 3-5 geschlagen geben.

Wir waren zu Gast bei dem starken Team von PSV Duisburg, seines Zeichens Regionalligaabsteiger und 
gespickt mit zahlreichen hochkarätigen Spielern mit einer Wertungszahl über 2100.

Doch das auch dieses Team schlagbar ist, hatte sich ein paar Runden zuvor gezeigt,
wo die Duisburger ausgerechnet gegen den Tabellenletzten verloren und damit ihre Aufstiegschancen
bereits verspielt hatten.

Wir stellten uns also auf einen schweren Kampf ein, rechneten uns aber durchaus noch etwas aus.

Allerdings ging die erste Hälfte des Kampfes klar an unsere Gastgeber die sich von Beginn an
sehr angriffslustig auf den Schachbrettern präsentierten und mit druckvollem Spiel bald
eine Führung heraus spielten.

Nachdem sich Jonas Egel, Robert Jenusch, Helmut Busse und Dirk Pohle nacheinander geschlagen geben mussten, bahnte sich gar ein Debakel für uns an, das wir dann allerdings doch noch zu verhindern wussten.

Zwar konnte der Versuch von Georgios Vranidis, die gegnerische Stellung entscheidend zu schwächen
noch vereitelt werden, doch wenig später wurden in Person von Stefan Speck und Stefan Hanke
die ersten beiden Siege eingefahren und wir hatten auf 2,5-4,5 verkürzt.

Auch in der letzten und spektakulärsten Partie des Tages hatte Markus Mrochen, nachdem er ein
Figurenopfer mit anschließendem gefährlichen Königsangriff seines Gegners erfolgreich abgewehrt hatte,
eigentlich auch das bessere Endspiel, ließ seinen Gegenüber dann aber doch noch ins Remis entschlüpfen.

Somit stand am Ende eine leistungsgerechte 3-5 Niederlage, auch wenn  mit etwas mehr Fortune
auch ein 4-4  möglich gewesen wäre.

Da allerdings zeitgleich Tabellenführer Gerresheim sein Match gewinnen konnte, hätte uns auch
ein Unentschieden nicht zum Aufstieg gereicht.

Trotzdem fällt das Saisonfazit durchweg positiv aus denn unsere Mannschaft hatte sich von
Anfang an im oberen Tabellendrittel festgesetzt und lange Zeit um den Aufstieg mitgespielt
und das, obwohl sie von den Wertungszahlen her eher im unteren Drittel angesiedelt war.

Daher hält sich auch die Enttäuschung eher in Grenzen und es überwiegt die Erkenntnis sich
in einer starken Verbandsligagruppe mehr als gut geschlagen zu haben und die Vorfreude auf die
kommende Saison nach der Sommerpause !