4:4 beim BSW V

Am heutigen Sonntag, dem 18.10., war die 2. Mannschaft beim Team BSW 5 zu Gast.

Jonas Egel an Brett 1 kam hervorragend aus der Eröffnung heraus und spielte
einen starken Angriff vor. Auch ein Qualitätsopfer seines Gegners brachte
nicht die von seinem Gegenspieler erhoffte Entlastung. So war es nicht weiter verwunderlich,
dass die Stellung beretis im 30. Zug für uns entschieden wurde.
1-0

Marcel Düxmann spielte an Brett 2 mit den schwarzen Steinen eine zunächst
positionell saubere Jugoslawische Verteidigung. Im 17. Zug stellte sein Gegner
die Dame in Richtung von Marcels Königsstellung, um einen Angriff vorzubereiten.
Marcel wollte dem mit einem Damenangriff begegnen, um in Anschluss die aktiven
gegnerischen Figuren zurückzutreiben. Dabei Übersah er jedoch einen verheerenden
Einschlag eben dieser Dame, was ihm sogar selbst die Dame kostete. Für nichts - daher
war die Partie bereits im 24. Zug mit Matt beendet.
0-1

Udo Hammermeister an Brett 3 führte die weißen Steine gegen eine Französische
Verteidigung, in der beide Parteien zunächst den grundlegenden Ideen dieses
Systems folgten. Nach der Eröffnung wurde viel laviert - letztlich kam ein
aussichtsreicher Königsangriff für Udo dabei heraus. Den konnte der Gegner
zunächst parieren, als er jedoch versuchte in der Mitte gegenzuhalten, opferte
Udo eine Figur. Dadurch wurde die Partie sehr lebhaft und unübersichtlich. In der Folge
konnte Udos Gegner die für den Angriff so wichtige Dame tauschen - am Ende
blieb allerdings nicht mehr viel Material auf dem Brett: ein interessantes
Endspiel mit Udos Turm und 2 Bauern gegen des Gegners Turm und Springer entstand.
Auch wenn alles aussichtsreich aussah - so endete diese Partie letztlich nach
über 80 Zügen mit Remis
1,5-1,5

An Brett 4 spielte Markus Malkeit - der Gegner spielte die Eröffnung sicher und
druckvoll, aber Markus verlor nicht die Übersicht. Er konnte gegenhalten und auch
das aussichtsreiche gegnerische Läuferpaar egalisieren. Am Ende stand ein
Leichtfigurenendspiel mit sicherer Remisbreite - daher wohl korrekterweise Remis.
2-2

Christian Lange an Brett 5 entschloß sich früh zu einem Figurenopfer und entfachte
damit einen taktischen Brand auf dem Brett. Nur fand er nicht die richtige Fortsetzung,
was schließlich dazu führte, dass der Gegner die Oberhand gewann und damit
verdienterweise auch die Partie.
2-3

Thomas Malkeit an Brett 6 konnte bereits in einem sehr frühen Partiestadium
nach einem kapitalen Fehler seines Gegners einen Bauern und eine Qualität gewinnen.
Sein Gegner allerdings besann sich und zeigte in der Folge umsichtiges Schach.
Er gewann mehr und mehr an Raum und spielte auch mit dem reduzierten Material
konsequent auf Gewinn. Thomas geriet mehr und mehr unter Druck und
letztlich geschah das Unfassbare: der Gegner hatte gerade nach langem Kampf,
über 60 Züge waren gespielt, seine Qualität zurückgewonnen und konnte sich
über 2 freie Mehrbauern freuen - da überschritt er die Zeit und der Punkt
ging an uns.
3-3

An Brett 7 spielte Karl Müllers - er konzentrierte sich in der Partie auf einen
Angriff gegen die gegnerische Rochadestellung. Da jedoch früh bereits viel Material
getauscht wurde, verebbten diese Angriffsversuche schnell. In einen für ihn günstigen
Moment konnte der Gegner dann durch Tausch einen Bauern gewinnen - da bei dieser
Aktion zusätzlich noch die Damen getauscht wurden, war das Endspiel verloren.
3-4

Anja Mehler spielte an Brett 8 zwar die gleiche Anzahl Züge wie unser Brett 2, jedoch
mit deutlich besserem Resultat. Ihr Gegner versuchte es mit einem Holländischen Stonewall,
bekannt dafür, eine sichere und geschlossene Position aus der Eröffnung heraus zu
erreichen. Anja störte bereits früh den geplanten Aufbau, indem sie versuchte dem Gegner
"ihr Spielsystem" aufzudrängen. Die frühe Aktivität führte allerdings dazu, dass ihr
Springer in der Brettmitte recht unsicher stand, was der Gegner auch trickreich auszunutzen
versuchte. Er gewann einen Bauern allerdings hatte Anja dafür eine nicht zu unterschätzende
Kompensation. Das Mittelspiel ging dann eindeutig an sie: einige kraftvolle Züge hintereinander
und in dem Moment, wo der Gegner sich offenbar in Sicherheit wägte, verlor er einen ganzen
Turm - damit war die Partie blitzschnell mit Punktgewinn für uns beendet und es stand am Ende
4-4

Die Kommentare entstanden unter einem ersten Eindruck, genauere Einblicke werden die
Computeranalysen bringen. Diese werden dann am folgenden Freitag im Verein wieder erläutert.

Sicher wäre in so mancher Situation "mehr" drin gewesen und man hätte sich
durchaus auch mal  einen Sieg ausrechnen können, aber so ist dieses Spiel nunmal:
wechselhafte und spannende Kampf-Partien kann man im Ergebnis nicht vorhersehen !

Insgesamt geht das 4-4 wohl in Ordnung, ein spannender Mannschaftskampf unseres 2. Teams !