Zweite Mannschaft sichert sich Tabellenführung

Solingen II schlägt Schachgesellschaft VIII

Am heutigen 2. Advent musste unsere zweite Mannschaft zum Revierderby zur Schachgesellschaft. Die Ausgangsposition der 4. Runde versprach einen spannenden Kampf: die Gegner standen mit 6 Punkten in der Tabelle, unser Team mit 5 dahinter.

Letztlich hieß es dann denkbar knapp 4,5:3,5 für uns.

Es ging mit zwei kurzen Partien los: zunächst konnte Torsten Steinheuer seinen Gegner an Brett 6 in 16 Zügen schlagen, derweil unterlag Dirk Düxmann an Brett 8 in nur 14 Zügen.

Dirk hatte in einer Schottischen Partie eine sehr ungewöhnliche Fortsetzung gewählt, die von seinem Gegner mit einer geschickten Kombination direkt bestraft wurde.

Torsten konnte zunächst schnell gefahrlos 2 Bauern gewinnen und darüber hinaus lies der Gegner auch noch einen mattgefährlichen Angriff zu: Damenverlust oder Matt war dann nicht mehr abzuwenden.

Nach diesem schnellen Schlagabtausch passierte längere Zeit nichts mehr, bis dann Markus Malkeit an Brett 3 verlor, Karl Müllers seine Partie an Brett 7 mit einem Remis entschied und Thomas Malkeit unser Team mit einem Sieg an Brett 5 in die Begegnung zurückholte.

Zwar gewann Markus zunächst in der Eröffnung einen Bauern, diesen wollte sich sein Gegner allerdings mittels einer Kombination wieder zurückholen. Markus gewann dadurch die Qualität - war sogesehen materiell in vorteil. Doch harmonierten seine Steine nicht und so fiel ein Bauer nach dem anderen an seinen Gegner. Ein Verzweiflungsopfer einer Figur gegen 2 Bauern brachte nicht die erhoffte Erleichterung und damit ging der Punkt verdientermaßen verloren.

Karl hatte es mit einer von seinem Gegner solide gespielten Französischen Verteidigung zu tun, in der schnell viele Figuren getauscht wurden. Folgerichtig kam es hier schnell zum Remis.

In Thomas Partie ging es schachlich "klassisch" zur Sache: Weiß (Thomas) hatte eine leichte Initiative und Schwarz verteidigte sich. Nachdem Thomas das Läuferpaar eroberte und zusätzlich noch die Stellung öffnen konnte, kippte die Waagschale zu seinen Gunsten und folgerichtig konnte er die
Partie später für sich entscheiden.

Insgesamt bisher also eine ausgeglichene Begegnung, die Entscheidung würde also in den drei noch laufenden Partien fallen.

Jonas Egel spielte an Brett 1 mit den weißen Steinen gewohnt angriffslustig. Sein Gegner ließ es sich nicht nehmen, kraftvoll dagegen zu halten. So entwickelte sich eine spannende Partie mit sicherlich verteilten Chancen. Nachdem die ersten Verwicklungen abgeebbt waren, bot der Gegner Remis. Jonas erkannte aber noch einige Chancen und konnte seinen Gegner mit einem schön herausgespielten Turmopfer zur Hergabe seiner Dame zwingen. Dies half nur für den Moment, denn Jonas konnte anschließend in wenigen Zügen kombinationsstark die Partie deutlich für sich entscheiden.

An Brett 2 erging es unserem Team dann weniger gut: Udo Hammermeister, wie auch in den Vorrunden eröffnungstechnisch sicher, hatte dieses Mal mit den schwarzen Steinen eine Russische Partie auf dem Brett. Hier folgten beide Seiten den in diesen Varianten üblichen Plänen. Nach verwickeltem Mittelspiel kam es dann zu einem Bauernabtausch am Damenflügel wonach ein Turm-Springer-Bauernendspiel entstand. Hier unterlief Udo dann jedoch ein schwerwiegender Fehler, konnte die Übermacht von zwei Bauern des Gegners nicht mehr kompensieren und verlor.

Somit war es die letzte noch laufende Partie an Brett 4, die am heutigen Tag die Entscheidung bringen würde. Beim Stande von 3,5:3,5 kämpfte Christian Lange mit den schwarzen Steinen in der längsten Partie des Tages (68 Züge).

Die Kontrahenten wählten ein Damenbauernspiel, indem schließlich vom 17. bis zum 21. Zug die meisten Figuren vom Brett verschwanden. Die neu entstandede Formation sah günstig für Christian aus: der Gegner hatte eine zertrümmerte Königsstellung mit Doppelbauern sowie einem verzeinzelten Bauern. So dauerte es nicht lange und der angesprochene vereinzelte Bauer ging verloren. Ein komfortabler Vorteil eines Bauern mit Turm und Läufer gegen Turm und Springer war entstanden.


Aber auch das muss erst noch gewonnen werden - insbesondere, wenn sich der Gegner äußerst aktiv verteidigt ! Jedoch, zum Glück für Christian und die Mannschaft, passierte hier folgendes: der Gegner konnte seinen Bauern zurückgewinnen, tauschte daraufhin den Turm und musste anschließend feststellen, dass sein Springer nicht mehr zu retten war. Der Rest war Sache der Technik und somit ging der Punkt und der Kampf insgesamt an unsere 2. Mannschaft.

Erneut eine kraftvolle Leistung und zu Recht steht das Team nun nach der vierten Runde mit 7 Punkten und einem Punkt Vorsprung auf Rang 2 (vor Mettmann) auf dem ersten Tabellenplatz !