Pleiten, Pech und Pannen der Ersten in Rheydt

ja, so wie in der Überschrift lässt sich die heutige fünfte Verbandsligarunde in Rheydt am besten beschreiben.

Dabei hatte anfangs noch alles glänzend ausgesehen, denn während wir diesmal komplett mit unseren ersten Acht und ohne Stefan Hanke in Mönchengladbach anreisten, mussten unsere Gastgeber ihre Formation mit drei Spielern aus ihrer zweiten Mannschaft auffüllen.

Wir konnten also hoffen, gegen das sonst favorisierte Team aus Rheydt zu punkten und schritten dann auch recht schnell zur Tat.

 

Peter Martino Groß brachte uns bereits nach 2,5 Stunden in Führung nachdem er in einem wüsten taktischen Gemetzel die größere Übersicht bewiesen hatte.

Nachdem dann auch noch Olli Surrey gegen das starke dritte Brett der Rheydter die Partie im Gleichgewicht halten konnte, deutete alles auf einen Auswärtssieg hin.

Denn inzwischen hatte auch Markus Mrochen an Brett 7 einen überzeugenden Weißsieg eingefahren und den Vorsprung auf 2,5: 0,5 erhöht.  Doch unsere Gegner kamen quasi wie aus dem Nichts wieder ins Match zurück.

Am Spitzenbrett waren erst 22 Züge gespielt und doch befand man sich schon weit in der vierten Stunde des Kampfes, ein Indiz dafür wie eröffnungstheoretisch hochkompliziert es dort zu Werke ging. Beim anschließenden ersten taktischen Schlagabtausch hatte Stefan Speck das Nachsehen.

Zu dieser Zeit war Georgios Vranidis an Brett Fünf bereits mitten in einem unklaren Doppelturmendspiel. Zwar hatte Georgios einen Freibauern bilden können doch dafür hatte sein Gegner die aktiveren Türme die dann auch nach ein paar Ungenauigkeiten von Georgios das Spiel entschieden.

Statt der angestrebten deutlichen Führung stand es nun plötzlich 2,5 : 2,5!

Trotzdem lebten wir noch denn auf Robert Jenusch auch in dieser Saison wieder Mister 100% war einmal mehr Verlass.  Er brachte uns durch einen schön herausgespielten Schwarzsieg noch einmal in Führung.

An den beiden verbliebenen Brettern waren nach turbulenten Zeitnotgefechten gefährlich zweischneidige Stellungen entstanden, sodass Mannschaftsführer Georgios Vranidis mittlerweile auch schon mit einem 4-4 zufrieden gewesen wäre. Doch selbst das sollte uns heute nicht gelingen.

An Brett Zwei ging es ähnlich turbulent zu wie zuvor in der Partie von Peter, mit dem Unterschied das der Gegner von Dirk Pohle nach überstandener Zeitnot trotz eines Minusbauern seine aktiveren Figuren derart stark in Szene setzen konnte, dass Dirk schließlich nichts anderes übrig blieb als die Waffen zu strecken.

Blieb nur noch die Partie von Detlef Beil am achten Brett.  Doch auch diese verhieß zunächst nichts Gutes für uns, hatte Detlef doch zuvor eine Qualität geopfert und kein durchschlagendes Gegenspiel dafür erhalten. Während der hektischen Zeitnotphase  gewann er die Qualität wieder zurück und gelangte schließlich in ein Turmendspiel mit einem Bauern weniger das bei genauer Behandlung theoretisch Remis war.

Doch ein falscher Königszug besiegelte  schließlich unsere 3,5 : 4,5 Niederlage.

Das einzig positive an diesem Sonntag war der anschließende Blick auf die Tabelle, denn nachdem auch die Konkurrenz teilweise deutlich verloren hatte, kletterten wir trotz unserer Niederlage in der Tabelle sogar einen Platz nach oben und sind nun Sechster.

Doch ansonsten sollte man an diesem Sonntag  besser den Mantel des Schweigens über unsere eher peinliche Vorstellung legen!

Am 14.02. 2016  folgt Runde 6 dann empfangen wir die Schachfreunde aus Wesel im Eugen Maurer Heim !