Mannschafts-Remis gegen Wesel

Am heutigen Valentinstag trafen wir in der sechsten Verbandsligarunde auf SV Wesel, eines der besseren Teams in unserer Gruppe gegen das wir vor zwei Jahren eine deutliche Niederlage hatten hinnehmen müssen.

Zwar traten unsere Gäste diesmal nicht in Bestbesetzung an, trotzdem konnte selbst der "Ersatzspieler" an Brett Acht immer noch eine DWZ von 1924 vorweisen, sodass man nicht wirklich von einer Schwächung sprechen konnte.

Bei uns pausierte diesmal Detlef Beil für den erneut Stammersatz Stefan Hanke zum Einsatz kam und dieser legte
dann auch gleich mal die kämpferische Marschroute des heutigen Tages vor und gewann mit druckvollem Weißspiel
recht schnell die Qualität.

Trotzdem war es die Partie am vierten Brett die zuerst beendet wurde, dort hatte sich Peter Martino-Groß
im Mittelspiel verzettelt und musste mit ansehen wie der gegnerische Freibauer in eine Dame umgewandelt wurde.

Nach einem korrekten Remisschluss von Markus Mrochen konnte Stefan Hanke dann gewohnt sicher seinen Materialvorteil in einen Sieg umwandeln, doch es sollte nicht lange dauern bis wir erneut in Rückstand gerieten.

Am dritten Brett hatte der Gegner von Olli Surrey das aktivere Figurenspiel und nutzte diesen Vorteil zum Sieg.

Aber erneut kämpften wir uns in Person von Dirk Pohle zurück ins Match. Dirk hatte mit starkem Pressing die
gegnerische Rochadestellung zerpflückt und konnte anschließend den blanken König entscheidend attackieren.

Obwohl es 2,5 : 2,5 stand, waren die Aussichten an den verbliebenen drei Brettern zu diesem Zeitpunkt eher
schlechter für uns.

Deswegen hatte Robert Jenusch, der noch die aktivste der verbliebenen drei Stellungen auf dem Brett hatte,
das Remisangebot seines Gegners zunächst abgelehnt, musste dann aber nach der Zeitkontrolle feststellen,
dass es im Dickicht der vielen Figuren und Bauern kein Durchkommen gab.

So kam es dann beim Stande von 3-3 zum letzten Akt dieses umkämpften Matches und in diesem hatten eigentlich
unsere Gegner die besseren Trümpfe in der Hand, hatten sie doch an beiden Brettern jeweils ein
Endspiel mit einem Plusbauern auf dem Brett.

Aber heute wurde der Kampfeswillen von der Schachgöttin belohnt, denn Georgios Vranidis konnte die all zu forsch
vorgepreschten gegnerischen Bauern mit seinem aktiven König attackieren und so den Minusbauern kompensieren.

Auch Stefan Speck vermochte seine Partie Remis zu halten nachdem sein Gegner mit nur noch wenigen Minuten
auf der Uhr die Figur für zwei Bauern geopfert hatte und dann mit ansehen musste wie Stefans Läufer
sämtliche gegnerische Bauern aufhalten konnte.

So hatten wir uns dann am Ende dieses 4- 4 hart erkämpft und ich denke auch redlich verdient, auch wenn das
heute sicherlich ein Punktgewinn für uns und ein Punktverlust für unsere Gegner war.

Nachdem nun zwei Drittel der Saison vorüber sind, ist unsere Erste in Sachen Klassenerhalt gut unterwegs,
muss allerdings in den verbliebenen drei Spielen noch den einen oder anderen Punkt holen um nicht doch noch
in Abstiegsgefahr zu geraten !

Die siebte Runde findet in drei Wochen am 06.03. statt, dann reisen wir zu den Schachfreunden nach

Duisburg-Rheinhausen !