2. Bezirksliga Runde 3

Am Sonntag, dem 6.11., hatte unsere zweite Mannschaft die Gäste des Vohwinkeler SC 2 zu Gast. Sie ging aus dem Kampf mit einem deutlichen, wohl nie gefährdeten 6:2 hervor.

Dieses Ergebnis beschert ihr nach der dritten Runde in dieser Liga einen guten zweiten Tabellenplatz, mit einem Punkt Vorsprung vor dem restlichen Feld und dem Spitzenreiter Remscheid 2 mit einem Punkt Abstand auf den Fersen.

Wie immer werden die Analysen diese Woche ein klares Bild über den Verlauf der Begegnungen liefern - Freitag werden wir wieder unsere Mannschaftsnachbesprechung / Präsentation durchführen, wo schon so manche spannende Erkenntnis und Wendung zu Tage kam.

Hier zunächst erste Eindrücke nach erster Durchsicht:

Brett 1
Oliver Surrey musste mit Schwarz gegen einen ca 300 DWZ-Punkte schwächeren Gegner antreten. Seinen Gegner schien das jedenfalls nicht abzuschrecken - hielt er doch von Beginn an kraftvoll dagegen. So war dann auch nach dem 25. Zug bei völliger Materialgleichheit kein Vorteil für irgendeine Seite in Sicht. Doch direkt danach wurde aus einem harmlos anmutenden Angriff auf den Turm von Olivers Gegner plötzlich ein Qualitätsgewinn - jedoch nicht ohne Kompensation !  Es entwickelte sich ein spannendes Duell an dessen Ende Oliver dann die Qualität zurückgab, vielleicht sogar zurückgeben musste - bei danach ausgeglichenem Material.

 

Es ist sicherlich Olivers langjähiger Erfahrung und positioneller Übersicht zu verdanken, dass er diese Partie schließlich noch in einen Sieg umwandeln konnte. Aus unserer Sicht:
1-0

Brett 2
Udo Hammermeister konnte aus der Eröffnung heraus eine bequeme Angriffstellung aufbauen. Dies bedeutet nicht zwingend, dass die Position auch als "besser" zu bezeichnen war. Jedoch orchestrierte er seine Steine in sicherer und gewohnt taktisch ausgerichteter
Form - nach einem unglücklichen Manöver des Gegners war Udos Übermacht am Königsflügel zu groß geworden und es hieß im 22. Zug
1-0

Brett 3
Stefan Hakenberg spielte am dritten Brett mit den schwarzen Steinen eine aggressive Variante der Sizilianischen Verteidigung. Sein Gegner spielte zwar aktiv mit, fand aber doch nicht ein gesundes Rezept - so hieß es dann auch hier bereits im 22. Zug für uns
1-0

Brett 4
Markus Malkeit hatte an diesem Sonntag das Los gezogen, die einzige Partie auf unserer Seite zu verlieren. Aus der Eröffnung sauber heraus, kam die Partie gerade in Fahrt. Markus wollte einen kraftvollen Schwenk gegnerischer Figuren zu seinem Königsflügel
verhindern und übersah dabei ein schnelles Matt. Damit ging der Punkt überraschend früh bereits im 17. Zug nach Vohwinkel
0-1

Brett 5
In der Partie von Torsten Steinheuer wurde in beiderseitigem Interesse, um nicht in irgendwelche positionellen Schwierigkeiten zu geraten, viel Figurenmaterial getauscht. Letztlich blieb zum Spielen nicht mehr viel auf dem Brett und es hieß im 25. Zuge Remis
0,5-0,5

Brett 6
Nach den vielen kurzen Partien hier an Brett 2-5 konnte Thomas Malkeit, die weißen Steine führend, die lange Partie von Oliver von der Zuganzahl her sogar noch toppen. Nach 69 Zügen wurde die Partie zu seinen Gunsten beendet. Thomas Gegner spielte von Beginn an unkonventionell, stellte mit seinem Spiel aber immer wieder neue Herausforderungen und Probleme. Es dauerte bis zum 30. Zug, bis Thomas durch eine Unachtsamkeit einen Bauern gewinnen konnte.


Dadurch war zwar materieller Vorteil vorhanden, aber Thomas stand recht gedrückt und es musste noch ein Gewinnweg erarbeitet werden. Im 55. Zug schließlich landeten beide Akteure in einem Turmendspiel - mit einer versetzten 3:2-Bauernformation. Möglicherweise, das werden die Analysen zeigen, hätte Thomas Gegner das Turmendspiel noch hartnäckiger verteitigen können.
Nach korrektem Abschluss hieß es dann letztlich
1-0

Brett 7
Christian Lange spielte gegen einen sich recht passiv aufstellenden Gegner. Die Folge war viel Raum  und aktives Spiel für Christian. Läuferpaar und Königsposition mit fehlenden Schutzfiguren führten dann zu einem unwiderstehlichen Königsangriff. Die Partie ging somit zu Gunsten von Christian mit als "klassisch" zu bezeichnenden Motiven zu Ende.
1-0

Brett 8
Dirk Düxmann und sein Gegner bauten sich zunächst symmetrisch auf - bis es dann im 9. Zug zu einer ersten Abweichung kam. In der Folge machten beide Spieler bei blockiertem Zentrum "ihr Spiel" - beide sehr umsichtig, so dass es zu keinen größeren Problemen in der Partie kam. Bei ungleichen Läufern mit noch allen Schwerfiguren auf dem Brett, opferte Dirks Gegner schließlich einen Bauern - in der Tat sah alles danach aus, als wäre dieser leicht zurück zu gewinnen. Dirks Gegner kümmerte sich in der Folge aber nicht um diesen Bauern, sondern setzte die andere Seite des Brettes unter Druck - da gab es aber letztlich dann doch nicht
viel zu holen und es hieß am Ende dann
0,5-0,5