2. Bezirksliga Runde 4

Am 27.11. musste unsere 2. Mannschaft in auswärts beim MTV Langenberg antreten.


Am Ende verlor das Team mit 5:3, ein Ergebnis, was bei Betrachtung der Partien durchaus gerechtfertigt ist. Zu den Begegnungen nach ersten Analysen:

Brett 1
Udo Hammermeister verlor, da die Notation bisher nicht vorliegt, kann natürlich auch kein Kommentar abgegeben werden.
Aus unserer Sicht
0:1

Brett 2
Stefan Hakenberg musste mit den schwarzen Steinen in einem Mix aus Schottisch und Philidor in die Partie starten. Sein Gegener versuchte ihn früh einzuengen, basierend auf einer kleinen taktischen Finte. Stefan konnte allerdings bereits im 7. Zug die Partie völlig ausgleichen und anschließend nach und nach seine Stellung aktivieren. Vielleicht etwas zu sorglos ließ sich sein Gegner die
Rochadestellung aufreißen und wurde in der Folge konsequent in die Defensive gedrängt. Der schwarze Vorteil wuchs unaufhaltsam und so war dann im 30. Zug die Partie mit Punkt für Stefan gewonnen.
1:1

Brett 3
Markus Malkeit eröffnete mit der Schottischen Partie ebenfalls ein offenes Spiel. Beide Kontrahenten behandelten die durchaus übliche Stellung in der Folge recht phantasievoll, was später zu einer scharfen Stellung mit beiderseitigen Chancen führte. Bis zum 28. Zug hielten die Verwicklungen an, bis Markus dann durch einen Bauerngewinn deutlich in Vorteil kam. Sein Gegner nutzte die verbliebenen
Chancen allerdings durchaus geschickt - hielt die Figuren auf dem Brett und suchte das Gegenspiel. Diese Strategie wurde belohnt, als Markus in ein Endspiel Springer gegen Läufer abwickelte. In dieser Situation war der Vorteil bereits vergeben. Das Endspiel war schwierig zu halten, da Markus Springer sich als viel langsamer als der Läufer herausstellte. Später dann musste Markus aufgeben.
1:2

Brett 4
Thomas Malkeit musste mit den schwarzen Steinen gegen die selten angewandte "Bird"-Eröffnung spielen. Die als unkonventionell aktiv geplante Behandlung endete sogar in leichtem Vorteil für Schwarz. Allerdings fand Thomas nicht den wichtigen "einen" Zug und kam so sehr schnell in deutlichen Nachteil. Nach einem fatalen Schachgebot des weißen Spielers spielte Markus einen leichtsinnigen Zug, der dann die Partie endgültig zugunsten von Weiß wendete. Später dann musste auch Thomas aufgeben.
1:3

Brett 5
Anja Mehler führte die weißen Steine und begann mit einem soliden Damenbauernspiel. Ihr Gegner öffnete früh das Zentrum und nach der Tauschabwicklung war eine beiderseits zufriedenstellende Position erreicht. Anja bot auf eine Mattdrohung hin ein gefährlich anmutendes Bauernopfer, was der Gegner aber nicht annahm. In der Folge konnte ihr Gegner seine gefährdete Stellung konsolidieren. Anja konnte bei den folgenden Verwicklungen eine Qualität gewinnen, jedoch war die Stellung von Schwarz zu fest, um daraus wirklichen Nutzen ziehen zu können. Anja gab die Qualität später zurück - das entstandene Endspiel war allerdings deutlich vorteilhafter
für den Gegner. So ist es sicherlich als Erfolg zu werten, dass diese Partie schließlich in ein Remis gerettet wurde.
1,5:3,5

Brett 6
Auch bei Christian Lange mit den schwarzen Steinen war eine durchaus übliche offene Eröffnung auf dem Brett. Die Partieanlage führte zu einer Stellung mit entgegengesetzen Rochaden. In derartigen Positionen ist Tempo gefragt. Leider verlor Christian stellenweise Zeit, was sein Gegner dann zu deutlichem Vorteil für Weiß ausbauen konnte. Zwar war die Partie verwickelt und mit beiderseitigen Chancen, aber Weiß konnte bis zu dem partieentscheidenden Fehler im 25. Zug immer ein Stellungsplus verbuchen. Christian verlor eine Figur und dadurch später auch die Partie.
1,5:4,5

Brett 7
Karl Müllers an Brett 7 mit Weiß - auch hier, wie in so vielen Partien dieser Begegnung, ein Offenes Spiel. Im 16. Zug, bei ausgeglichener Position, wählte Karl eine ungenaue Fortsetzung, die bei bester Zugfolge seinen Gegner in Vorteil gebracht hätte. Diesen Zug fand er allerdings nicht und dadurch war es dann Karl, der in Vorteil kam. Es folgten weitere ungenaue Züge des Gegners. Im 20. Zug hätte Karl gewinnen können, sah dies aber nicht - so kam die Position wieder ins Gleichgewicht. Zunächt, denn ein schwerer Fehler des Gegners im 21. Zug wendete das Blatt endgültig zugunsten von Karl, der schließlich gewann.
2,5:4,5

Brett 8
Angelika Pohle erspielte letztlich am 8. Brett noch eine Ergebniskorrektur. Sie spielte eine sogenannte "Igelaufstellung" und stellte ihren Gegner damit vor die Frage, wo denn am besten Vorteil zu erspielen sei. Er konnte zwar ein deutliches Plus an Raum für sich
verbuchen, aber die Stellung war derart geschlossen, dass sich beide Speiler bereits im 16. Zug auf ein Remis verständigten.
3:5

Das Endergebnis bedeutet nun ein Abrutschen auf Rang 4 - jedoch stehen noch einige
Begegnungen der Liga aus. Hier kann es durchaus noch zu einer anderen Platzierung kommen.