3. Runde der ersten Mannschaft

SC Solingen 28 I - SG Meiderich/Ruhrort 5 - 3

Wenn sich unsere Gegner, sportlich fair, mit dem Satz "das habt ihr heute gut gespielt" verabschieden, dann sagt das im Grunde schon alles über die heutige Vorstellung unserer 1.Mannschaft.

Schließlich war heute mit der SG Meiderich/Ruhrort eines der Topteams der Verbandsliga zu Gast dessen DWZ Mannschaftsdurchschnitt gute 90 Punkte höher ist als der unsere und gegen das wir vor gut einem Jahr noch das Nachsehen hatten.


Wenn man dann gegen so ein Team einen zwischenzeitlichen 5-1 Vorsprung heraus spielt, dann gibt es in der Tat kaum etwas an der Spielweise des Teams zu kritisieren.

Es begann mit einem Unentschieden von Georgios Vranidis, der das zweite Remisangebot seines Gegners nach 22 Zügen annahm, was angesichts seiner sich allmählich verschlechternden Position sicherlich eine richtige Entscheidung war.

In Führung brachte uns wenig später Peter Martino Groß der in seiner Partie zunächst einen Bauern und später noch eine Qualität gewinnen konnte.

Da sich zunehmend ein positiver Spielverlauf für uns abzeichnete, entschied sich Markus Mrochen richtigerweise allen taktischen Verwicklungen aus dem Weg zu gehen und Dauerschach zu geben.

Einen weiteren Punkt steuerte Stefan Hanke bei, der ebenfalls eine Mehrqualität sicher zum Sieg verwerten konnte.

Somit hatten die "unteren" vier Bretter schon mal mit 3-1 vorgelegt, doch die "oberen" Vier wollten sich da nicht lumpen lassen und zogen wenig später nach.

Dirk Pohle erhöhte schließlich auf 4-1 in einer Partie in der seine drei verbundenen Freibauern stärker waren als die zwischenzeitliche Mehrfigur des Gegners.

Als dann auch noch Stefan Speck mit feiner Endspieltechnik einen seiner beiden Mehrbauern zur Dame umwandeln konnte war der fünfte Punkt und damit auch der Mannschaftssieg unter Dach und Fach.

Es spricht für die Moral und das Können der Meidericher, dass sie trotz des entschiedenen Kampfes nicht resignierten, sondern in den verbliebenen beiden Spielen noch vehement auf Ergebniskosmetik drängten und dafür auch belohnt wurden.

Zunächst verlor Robert Jenusch in einem verwickelten Damenendspiel inmitten horrender Zeitnot den Faden und wurde in ein Mattnetz getrieben.

Zu guter Letzt konnte am Spitzenbrett der Gegner von Helmut Busse die zähe und lange Zeit erfolgreiche Gegenwehr durchbrechen und auf den 3- 5 Endstand verkürzen.

Dies soll aber den positiven Gesamteindruck unserer Mannschaft nicht schmälern, die gegen einen starken Gegner einen sicher herausgespielten Sieg eingefahren hat und nun nach drei Spieltagen an der Spitze ihrer Verbandsligagruppe thront !

Der nächste Prüfstein wartet am 10.12. auf uns.
Dann sind wir bei den Schachfreunden in Wesel zu Gast !