Zweite Runde der ersten Mannschaft

Unsere erste Mannschaft hatte vergangenen Sonntag, am 14.10.2018, in der neuen Saison Heimpremiere. Zu Gast in der zweiten Runde in der Verbandsliga Gruppe 1 waren die Schachfreunde vom Düsseldorfer SV. Die Oberkasseler haben nach dem PSV Duisburg den zweitbesten DWZ-Schnitt in unserer Gruppe (nämlich 1968) und damit rd. 60 Punkte mehr als wir. Aber sowohl der DSV noch wir starteten
in der nominellen Bestbesetzung. Wir mussten auf den erkrankten Peter Martino-Groß verzichten, hatten aber mit Marcel Düxmann einen starken Ersatz!
 
Vorab das Ergebnis: 4:4
 
11:10 Uhr
Georgios Vranidis erhält von seinem Gegner ein Remisangebot. Manchmal sollte man den Gegner nicht mit einer Ablehnung reizen, das könnte nach hinten losgehen. Daher korrektes

Remis.

11:35 Uhr
Jonas Egel nutzt eine graduelle Ungenauigkeit seines Gegner sehenswert aus und zaubert später ein fulminates Schlussfinale.
1-0

11:59 Uhr
Stefan Hakenberg muss seine Partie leider aufgeben. Eine originelle Fesselungsidee scheiterte leider an einen profanen, aber doch schwer im voraus zu sehenden, Zwischenzug. Das war Pech.
0-1

13:00 Uhr
Auch Markus Mrochen muss seine Partie aufgeben. Sein Gegner, der nach DWZ stärkste DSVer, legte die Partie sehr dynamisch an. Schwierig, sich mit Schwarz gegen die Barry Attac zu verteidigen.
0-1

14:10 Uhr
Stefan Speck verliert auch. Eigentlich machte er sich keine Sorgen, die Eröffnung lief gut. Sein Gegner mit DWZ 1957 aber Elo 2318 spielte eine originelle Eröffnungsidee, wodurch eine Französische Verteidigung zu einer Skandinavischen Verteidigung wurde (ja, das geht!).
Auch wenn in der Partie von ihm noch abwertend gedacht, stellte er in der heimischen Analyse fest, dass dies auch schon Supergroßmeister wie Nakamura oder der super-solide deutsche Nationalspieler Georg Meier gespielt haben. Heterogene Rochaden, Angriff wie beim Barry Attac, eigentlich alles gut. Aber man sollte wissen, wann man in den Remishafen einkehren sollte...
0-1

Irgendwann später, Marcel Düxmann sehr konzentriert, sehr saubere Partie. Die Kumulation kleiner Vorteile unter Ausschaltung von Gegenspiel.
1-0

Irgendwann noch später ...
gegen den strategisch-soliden Tilman Schülke ist es schwer zu gewinnen, zumal mit Schwarz (wie Dirk Pohle hier in dieser Partie).

Dirk hat ein ausgesprochenes Remisangebot abgelehnt und ist zweimal Zugwiederholung ausgewichen, aber Tilman hat sich fortgesetzt optimal verteidigt. An einer taktischen Möglichkeit mit dem Gewinn eines Zentralbauerns ging er zum Glück für uns vorbei (Zeitnot).        
Remis

Zum Schluss....
gewann Helmut Busse seine Partie mit Schwarz an Brett 1. Helmut neutralisierte sehr schnell das von Weiß gewählte Londoner System. Es sah lange Zeit recht remislich aus (zumal bei ungleichfarbigen Läufern), bis, ja bis Weiß einen Bauern nicht mit Schachgebot nahm,
den er besser hätte nehmen sollen. Danach liefen Helmuts Bauern unaufhaltsam auf die Grundreihe zu...
1-0
 
4:4, ein Ergebnis, das voll in Ordnung geht. Unser erster Punkt in der neuen Saison!